Antigua & Barbuda
Die Inseln Antigua und Barbuda (das frühere Dulcina) bilden einen
unabhängigen Inselstaat innerhalb des Commonwealth. Sie liegen zwischen
dem Nordatlantik und der Karibik, südöstlich von Puerto Rico.
Daneben existiert die unbewohnte Insel Redonda.
Das Gebiet des Antillenstaates umfasst neben Antigua (280 Quadratkilometer)
zwei kleinere der Inseln über dem Winde: Barbuda (161 Quadratkilometer)
im Norden Antiguas und das unbewohnte Felseninselchen Redonda (ein Quadratkilometer)
im Südwesten. Der Staat hat eine Gesamtfläche von 442 Quadratkilometern.
Hauptstadt von Antigua und Barbuda, im Nordwesten der Insel Antigua an
einer Enge des Karibischen Meeres gelegen, ist Saint John's.
Die Stadt ist ein Exportzentrum für Zucker, Rum und Baumwolle sowie
für die Herstellung von Kunsthandwerk, Faserprodukten, Töpferwaren
und Textilien. Die Stadt ist auch für den Fremdenverkehr interessant.
Sehenswürdigkeiten sind der Gerichtspalast (1747), die Überreste
von Fort James (1703) und die Saint-John's-Kathedrale (1834). 1632 kamen
die ersten englischen Kolonisten aus Saint Kitts und Nevis. Ab 1663 trafen
in Saint John's auch Kolonisten aus England ein. Im 18. Jahrhundert war
die Stadt das Hauptquartier für den auf den Antillen stationierten
Teil der Königlichen Flotte. 1981 wurde Saint John's die Hauptstadt
des neu gebildeten unabhängigen Staates Antigua und Barbuda.
Während Redonda vulkanischen Ursprungs ist, sind Antigua und Barbuda
aus Kalken aufgebaut. Lediglich im Südwesten Antiguas findet man
vulkanisches Gestein. Hier liegt auch die höchste Erhebung des Inselstaates,
der Boggy Peak mit 405 Metern.
Das Klima ist tropisch mit einer Regenzeit von Mai bis November. Mit einem
mittleren Jahresniederschlag von rund 900 Millimetern ist es für
karibische Verhältnisse relativ trocken.
Verbreitete Sprachen sind Englisch und eine auf diesem basierende Kreolsprache.
In ethnischer Hinsicht besteht die Bevölkerung zu 91% aus Schwarzafrikanern.
Daneben gibt es einige Mischlinge, Europäer und Asiaten.
* bis 1200 Besiedelung durch Arawak-Indianer aus dem Orinoko-Gebiet
* ca. 1200 Kariben aus Südamerika fallen ein und verbreiten sich
* 1493 Entdeckung durch Christoph Kolumbus
* 1628 Besiedlung Barbudas durch die Briten
* 1632 Besiedlung Antiguas durch britische Siedler: zunächst Tabak,
dann Zuckeranbau
* 1680 bis spätes 19. Jhd. geht Barbuda an die Familie Codrington
* 19. Jahrhundert Abschaffung der Sklaverei: ökonom. Abschwung
* 1870 Antigua und Barbuda werden vereinigt
* 1956 Antigua und Barbuda werden eigenständige Kolonie
* 1958 bis 1962 Provinz der Westindischen Föderation
* seit 1967 vollständige innenpolitische Autonomie Außenpolitik
durch Großbritannien
* Mai 1968 Mitglied der Caribbean Free Trade Association (CARIFTA)
* 1. November 1981 Unabhängigkeit von Großbritannien.
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